Fällt an einem Flughafen, in einem Krankenhaus oder einem Rechenzentrum der Strom aus, denken alle an die Generatoren. Doch ein Generator ist nur so zuverlässig wie der Diesel, der ihn erreicht. Wenn eine Notstromanlage versagt, liegt es selten am Motor. Es ist ein leerer Tagestank, eine Pumpe, die nicht anläuft, oder eine Leckage, die die Anlage stilllegt.
Die Schwachstelle ist der Weg des Kraftstoffs
Große Notstromanlagen bestehen meist aus einem oder mehreren Haupttanks und einem Tagestank an jedem Generator. Der Tagestank muss im Betrieb automatisch gefüllt bleiben, oft über viele Stunden. Daraus ergeben sich drei Anforderungen:
- Die Befüllung muss selbstständig erfolgen, gesteuert vom Füllstand im Tagestank und nicht von jemandem, der daran denken muss.
- Kein einzelner Punkt darf alles stoppen. Eine Pumpe darf ausfallen, aber nicht zwei gleichzeitig.
- Leckagen müssen sofort erkannt werden. Ein Austritt kann Stillstand, Reinigung und Bußgelder bedeuten – und dann steht der Notstrom trotzdem.
So wurde es in Valencia gelöst
Am Flughafen Valencia hat der spanische Hersteller Inpro die Kraftstoffversorgung für ein Kraftwerk mit sechs Generatoren geliefert, aufgebaut als primäre und redundante Einheiten. Die Anlage basiert auf Inpros Pumpensystem ATAM-GET:
- Eine ATAM-GET-Einheit pro Tagestank, jeweils mit zwei wechselweise arbeitenden Motorpumpen. Fällt eine aus, übernimmt die andere.
- Automatische Füllstandsregelung mit Füllstandssonde und Niveauschalter in jedem Tagestank, die die Befüllung aus dem Haupttank startet.
- Zwei doppelwandige Haupttanks, deren Zwischenraum von einem Vakuum-Leckanzeiger überwacht wird.
- Auffangwanne mit Leckagemelder und Magnetventilen, damit ein Austritt erkannt und gestoppt wird.
- Drei Touchscreen-Steuerpanels, die untereinander und mit der zentralen Leitwarte über Modbus kommunizieren, mit Status- und Alarmsignalen zur Störungsbehandlung.
Die Rohrleitungen sind nach DIN 4755 mit kontrollierter Strömungsgeschwindigkeit auf Druck- und Saugseite ausgelegt – wichtig für die Betriebssicherheit, wenn die Pumpen über lange Zeit stabil fördern müssen.
Wo spielt das noch eine Rolle?
Flughäfen stehen mit diesen Anforderungen nicht allein. Dieselben Fragen gelten überall, wo der Notstrom nicht ausfallen darf:
- Krankenhäuser und Pflegeheime, wo der Notstrom rund um die Uhr laufen muss.
- Rechenzentren, bei denen die Verfügbarkeit das ganze Geschäft ist.
- Wasserwerke, Kläranlagen und Fernwärmezentralen, die bei Stromausfällen weiterlaufen müssen.
- Häfen, Werften und Fischindustrie, wo Diesel auch Betriebskraftstoff ist.
Allen gemeinsam ist eine Frage, die man stellen sollte: Was passiert mit der Kraftstoffversorgung, wenn während des Betriebs eine Pumpe oder ein Fühler ausfällt?
Inpro bei Arne Nielsen A/S
Arne Nielsen A/S vertreibt Inpro, einen Hersteller von Ausrüstung für den sicheren Umgang mit Öl und Diesel – unter anderem Förderung, Füllstandsregelung und Lecküberwachung. Haben Sie eine Notstromanlage, einen Tagestank oder eine Tankanlage, die geprüft werden soll, helfen wir gern bei der richtigen Lösung.
Quellen
- Inpro: ATAM-GET pumping system – Valencia Airport
- Foto: א (Aleph), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Kontakt
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